Ist die deutsche Einlagensicherung sicher?

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Als es in der EU zur Finanzkrise gekommen ist, gab es eine bemerkenswerte Pressekonferenz. In dieser Pressekonferenz erklärte die damalige Bundeskanzlerin Merkel und Bundesfinanzminister Steinbrück, das alle Sparguthaben sicher sind. Sind sie das aber auch?

Deutschland ist das Land der Sparer, in keinem Land wird so viel Geld gespart auf Konten und Sparbüchern wie in Deutschland. Natürlich stellt man sich da zwangsläufig die Frage, wie sicher ist das Geld bei den Banken. Schließlich sieht man immer wieder mal aus dem Ausland, wie Banken pleite und die Kunden leer ausgehen. Nicht so aber in Deutschland, hier gibt es nämlich eine Einlagensicherung.

Unterschiede bei der deutschen Einlagersicherung

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Wer Geld auf einem Konto bei einer Bank in Deutschland hat, der kann sich bis zu einer gewissen Summe relativ sicher sein. Auch wenn die Bank mal pleite gehen soll oder es zu einer Finanzkrise kommt, das Geld geht nicht verloren. Dafür sorgt die Einlagesicherung.

Sie sichert bis zu einer bestimmte Summe die Gelder ab. Wenn die Rede von der Einlagesicherung ist, muss man wissen es gibt Unterschiede. So gibt es die staatliche Einlagensicherung, zu der alle Banken verpflichtet sind. Hierzu gibt es entsprechende Gesetze.

Zudem gibt es noch über verschiedene Bankenverbände private Einlagensicherungen. Diese sind kein Ersatz für die staatliche Einlagensicherung, sondern vielmehr ein ergänzender Service für die Kunden. Hier im Artikel beschränken wir uns auf die staatliche Einlagensicherung.

Die Höhe der Einlagensicherung

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Grundsätzlich gibt es die deutsche Einlagesicherung schon lange. Seit 2009 wurde sie in mehreren Schritten erhöht. So wurde sie 2009 von 20.000 Euro auf 50.000 Euro und letztlich 2010 auf 100.000 Euro erhöht. Sollte jetzt eine Bank pleite gehen bei der man Kunde ist, wäre alles angelegte Geld bis zu einer Summe von 100.000 Euro sicher. Man würde es also wieder zurückbekommen. Und zwar auch nicht irgendwann, auch hier gibt das Gesetz entsprechende Regelungen vor. So muss das Geld binnen 30 Tage ausbezahlt werden.

Natürlich ist klar, alles was über die 100.000 Euro geht, wäre unter Umständen verloren. Banken die über eine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung verfügen, können auch höhere Summen garantieren. Hier ist es empfehlenswert, sich genau seine Vertragsunterlagen zu seinen Konten anzusehen, wie es hier geregelt ist.

Das sollte man gerade machen, wenn man größere Geldsummen bei einer Bank hat. Gibt es keinen darüber hinausgehenden Schutz, sollte man in solchen Fällen gegebenfalls wechseln oder sein Geld auf mehrere Banken als Absicherung verteilen. Eines ist aber sicher, nämlich die 100.000 Euro aus der gesetzlichen Einlagesicherung.

Das Geld aus der Einlagesicherung ist sicher, da es getrennt vom Bankengeschäft vorgehalten werden muss. Im Rahmen von Stresstests denen die Banken regelmäßig unterzogen werden, wird die Einlagesicherung immer wieder auch geprüft und bei Bedarf auch angepasst.

Fazit:

Die deutsche Einlagersicherung ist sicher. In Deutschland gibt es eine staatliche Einlagensicherung, aber auch eine freiwillige Einlagensicherung. Bis zu einer Summe von 100.000 Euro ist man geschützt bei der staatlichen Einlagesicherung.

Kommt es hier zu einer Finanzkrise oder einer Pleite der Bank, hat man dieses Geld sicher. Hat man mehr Geld bei einer Bank über die 100.000 Euro hinaus, so muss man unter Umständen mit Verlusten rechnen. Außer es greift die freiwillige Einlagesicherung.

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